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Der Markt vom Marrakesh in Marokko

Marrakesh über den Dächern

 

Marrakesch plant seine Renaissance: 

Die einstige Hippie-Metropole, die in den 1960er Jahren ihre Blütezeit erlebte, ist auf dem Weg zurück zu ihren touristischen Wurzeln. Damals suchten und fanden Künstler wie Mick Jagger, Bob Dylan, Cat Stevens und Yves Saint Laurent in Marrakesch ihre Märchen aus Tausendundeiner Nacht.

Die Nacht kommt schnell in Afrika. Die Nacht kommt schnell. Die klare Luft der Wüste wartet nur darauf, dass die Sonne im Westen, bei Essaouira am Horizont im Atlantik versunken ist. Und schlagartig wird der Himmel tiefblau.


 Auf dem Platz der Gaukler, dem Djemaa el Fna lösen die Dieselaggregate  den Lärm der Autos und Mopeds vom Tage ab. Das Gewirr der zahllosen Stromkabel, was sich durch die Medina und die Moscheen rings um den Platz in Blickhöhe windet und hängt, würde das, was jetzt auf dem berühmten Platz stattfindet nicht beleuchten können.


... Der Geruch von mangelhaftem Sanitärstandard, die Schwaden des verbrannten Mülls, der beißende Duft der Tierexkremente von Kamel, Pferd und Esel, die Schwärme der lästigen Fliegen weht der Wind hinweg, der jetzt kühl aus den Bergen herunter fällt.
 

Bunte Lichterketten flackern auf, Strahler richten sich auf die Wasserverkäufer in ihren Bunten Gewändern, auf die Schlangenbeschwörer, die dasitzen, direkt neben den Wahrsagern und Wunderheilern, Arganölverkäufern, Dattelhändlern, Akrobaten. Feuer flackern auf, scharfes Ziegenfleisch, marinierte Hühnchenspieße liegen auf Grills, ersetzen die Gerüche des Tages durch die süßen Düfte der Nacht. Europa scheint von hier aus weit zu sein. Und Marrakesch lebt.

Marrakesh Einkaufstraße

Der letzte Ruf des Muezzin verhallt. Schellen klingeln, Flöten, Trommeln, Grillen zirpen... Honoratioren rufen sich derbe Scherze durch die Menge zu, lassen sich begaffen, spreizen sich und die Gebetsperlenkette fliegt durch ihre Finger. Aus einem nahen Terrassencafé tönt westliche Popmusik, und über allem liegt das Lachen der Menschen, die den Tag ausklingen lassen, auf noch ein kleines Geschäft hoffen.


 Irgendwo schießt eine Flammenwolke in den Himmel, die begeisterten Gesichter der Zuschauer werden erhellt. Der Feuerschlucker dreht sich stolz im Kreis und genießt seinen Applaus. Kinder laufen kichernd zwischen den Menschentrauben, sie fuchteln und knattern mit billigem, bunten Spielzeug aus Fernost.


 Ein Geschichtenerzähler steht auf einer alten englischen Kommode  und in seinem Arabisch oder Berbischen rollt das R so manch dramatisch klingende französische Vokabel. Irgendwer zupft immer vorsichtig am Ärmel des Touristen, macht höflich aufmerksam auf das, was noch nicht entdeckt wurde, lädt ein, mehr zu sehen von dieser Tausend und Einer Nacht auf dem Djemaa el Fna,  dem Platz der Gaukler in Marrakesch.

Marrakesh Gewürze

 "Djemaa el Fna" heißt auf Arabisch eigentlich "Platz der Toten". Dass dieser Platz allerdings vor Leben strotzt und der zentrale Markt Marrakeschs ist, dafür hat die UNESCO ihn in die Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit aufgenommen. Entsprechend ist es mehr als gerecht, ihn Platz der Gaukler zu nennen. Das heißt aber nicht, dass diese Hinrichtungsstätte, wie sie wegen des gruseligen Namens in früheren Zeiten mal gewesen sein soll, nicht auch mystische Aspekte hat. Wahrsager verdrehen ihre Augen so, dass man nur noch das Weiße ihres Augapfels sieht. Was sie sehen mögen, mag viel mit ihrer Menschenkenntnis zu tun haben, mit dem sie ihre Klienten durchschauen, ihnen Geheimnisse im Gespräch entlockt haben; aber dann ist man doch verblüfft, was sie für ein paar kleine Scheine sehen, wie die so Bewahrsagten verblüfft auflachen, ihnen die Umstehenden auf die Schulter klopfen, ihn feiern, weil er in gar nicht so langer Zeit in der staatlichen Lotterie den Hauptgewinn erhält oder die Tochter eines Berberfürsten ehelichen wird.

Tipp: Alissa Gruhn schreibt einen interessanten Artikel in Ihrem Reiseblog wie Sie die Märkte in Marrakesch erlebt.

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